Mit der ZOE in den Urlaub

Abenteuer oder Spaß? Spaß!

Ein Reisbericht von Bernd und Petra Thorwesten, Inhaber der etcetc Werbeagentur

„Viele fanden unser Vorhaben, mit einem E-Fahrzeug in den Urlaub zu fahren, mutig.“

Wir fahren eine Renault ZOE Z.E. Intens mit 135 PS und einer 52 kwh Batterie. Die Reichweite beträgt, je nach Fahrweise und Außentemperatur, ca. 300 – 365 km, 22kw Anschluss Typ2.

Unser Reiseziel:
Volkach an der Mainschleife, in 295 km Entfernung von Geseke

Die Urlaubsreise mit dem E-Fahrzeug verlangt ein klein wenig mehr Planung als die Fahrt mit dem Verbrenner. Wichtig sind die Lademöglichkeiten während der Fahrt und am Zielort. Das Hotel konnte versichern, dass wir am hauseigenen Parkplatz eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten vorfinden. Sehr gut.

Für die Routenplanung haben wir die Renault App genutzt. Die Bedienung ist äußerst einfach: Ziel, Anzahl der Personen und der Gepäckstücke eingeben, minimalen Batteriestand während der Fahrt und bei der Ankunft festlegen. Berechnete Route samt Ladestopps zum Navi der ZOE schicken.

Fertig. Fast …

Mit zwei Personen im Wagen und Gepäck im völlig ausreichenden Kofferraum machten wir uns auf den Weg über die Autobahn.

Die App hatte ausgerechnet, dass wir nach 200 km Strecke einen 20-minütigen Ladestopp an der Raststätte Kalbach an der A7 einplanen müssen. Schade nur, dass die vorgeschlagene Ladestation an der Tankstelle nicht vorhanden war. Am hinteren Ende des Parkplatzes fanden wir zwar noch die Ladestation eines dort Ortsansässigen Anbieters, für die wir allerdings keine passende Ladekarte dabeihatten.

Tipp: besorgen Sie sich vor einer Reise die Ladekarten der großen Anbieter (z. B. Plugsurfing, EnBW).

Mit Hilfe des ZOE Navi, fanden wir an der nächsten Ausfahrt eine Tesla Supercharger Station mit einer passenden Typ2-Ladesäule – ganz hinten auf dem Platz. Die Wartezeit haben wir bei einem gemütlichen Mittagessen beim nebengelegenen Gastwirt überbrückt und sind anschließend mit vollem Bauch und Akku weitergefahren.

app_route_planung

Die ZOE ist eine Bergziege

Entspannt am Ziel angekommen, konnten wir die schöne Landschaft genießen. Vor allem die Ausflüge mit der ZOE durch die Weinberge hat richtig Spaß gemacht. Steile Anstiege sind für den E-Antrieb gar kein Problem!

Da die Außentemperatur an allen Tagen über 30 Grad lag, waren wir sehr froh über die Vorklimatisierung der ZOE. Wenn wir rechtzeitig daran gedacht haben auf den Knopf in der App zu drücken, konnten wir in ein erfrischend kühles Auto einsteigen. Luxus.

Für die Rückreise hatten wir einen Zwischenstopp bei einem Verwandten eingeplant. Er ist ebenfalls ZOE-Fahrer und lädt sie mit seiner Photovoltaik Anlage und einer Wallbox auf. Bei Kaffee und Kuchen verging die etwas längere Ladezeit wie im Flug. Durch unsere fast leere Batterie und einer dichten Wolkendecke hatte die Renault App die Vollaufladung mit ca. sieben Stunden veranschlagt! Nach dem Ausschalten der Waschmaschine und des Trockners ließ sich die Ladezeit etwa zwei Stunden verkürzen …

Ohne weitere Pause kamen wir mit 16% Restladung Zuhause an.

Fazit: Mit etwas Planung und Flexibilität kann man mit dem E-Fahrzeug sehr gut reisen.

Für engere Zeitfenster, wie z.B. auf Geschäftsfahrten, empfiehlt sich ein CCS-Ladeanschluss zum Laden mit 50 kw. Das deutsche Ladenetz ist auf jeden Fall noch ausbaufähig, einheitliche Zahlmöglichkeiten wie EC-Karte wären sinnvoll (wie z. B. bei Ladesäulen der Stadtwerke Geseke). Die unterschiedlichen Ladearten mit den Besonderheiten müssen mit eingeplant werden. Fährt man ausschließlich im Stadtverkehr ist eine kleinere Batterie völlig ausreichend. Nach einem halben Jahr mit unserer ZOE sind sehr begeisterte E-Mobil Fahrer. Wir genießen das besondere Fahrgefühl und die unkomplizierte Alltagstauglichkeit des Autos.